Microsofts HoloLens: Das Holodeck kommt

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Eigentlich hatte man nur die Vorstellung von Windows 10 erwartet. Microsoft präsentierte allerdings ein völlig neues Device, das dem Betriebssystem locker die Schau stahl: Die HoloLens. Eine Brille, die holografische Elemente in das Sichtfeld einblendet. Erste Hands-on bescheinigen der Microsoft-Lösung ein immenses Potential. Ein Überblick.
Zuerst die offiziellen Videos:





Die Webseite von Microsoft zur HoloLens.

Wie man eine Drohne mit HoloLens zusammensetzt:



Und nun zu den Hands-on

Wired konnte einen Prototypen bereits Ende Oktober testen.

Ein umfangreiches Hands-on hat The Verge im Angebot.

Gizmodo darf auch nicht fehlen.

Auch ArsTechnica zeigt sich beeindruckt.

Hinter dem Projekt steckt kein Unbekannter: Alex Kipman hat bereits die Kinect entwickelt. Die Idee für das Projekt „Baraboo" (eine Stadt im US-Bundesstatt Wisconsin) hatte Kidman bereits vor sieben Jahren, die Entwicklungszeit dauerte immerhin fast fünf Jahre. Herausgekommen ist eine „Brille“, die irgendwo zwischen Google Glass und der Oculus Rift liegt. Mit der Google Glass hat sie gemein, dass die gesamte Elektronik in der Brille liegt. Man muss also keinen PC anschließen. Im Gegensatz zu der rein virtuellen Welt der Oculus Rift (siehe meinen Artikel hierzu) spiegelt die HoloLens holographische Objekte in die wirkliche Umgebung ein: Stichwort Augmented Reality. Das soll laut Wired hervorragend funktionieren, denn Objekte sollen weitestgehend reale Dinge komplett überdecken.

Wird mit der HoloLens das Holodeck Realität? Zumindest ist Microsofts Brille nach den bisherigen Informationen ein ernsthafter Schritt in diese Richtung. Die Anwendungsszenarien sind vielfältig, wie Microsoft in der Präsentation andeutet: 3D-Modelle lassen sich einfach bauen, die Akquise von Minecraft ergibt plötzlich mehr Sinn, denn das Klötzchenspiel gehört ebenfalls zu den Vorzeigeanwendungen. Weitere Stichworte sind virtuelle Gespräche und das Erforschen virtueller Welten. Ob die HoloLens tatsächlich der nächste Schritt der Computernutzung sein wird, wie der Hersteller verspricht, muss sich noch zeigen. Ein Veröffentlichungsdatum und einen Preis nannte Microsoft bisher nicht.
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